SMOKEX® - Fortbildungsseminar für Fachpersonal
 

nächstes Seminar in München :   24.-25. Mai 2019        

Seminarzeiten: Freitag 14-21 Uhr, Samstag 10-17 Uhr, Seminargebühr € 320,-

Das Seminar ist von der Bayerischen Landeskammer der psychologischen Psychotherapeuten (PTK) zertifiziert (22 FoBi-Punkte). Es wird auch von den Landeskammern der anderen Bundesländer sowie der BLÄK und der M.E.G. als Weiter- bzw. Fortbildungsveranstaltung anerkannt.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Um ein praxisorientiertes Seminar gewährleisten zu können, setzen wir voraus, dass die Teilnehmer das Buch von
Riegel, B. und Gerl, W. Nachhaltige Raucherentwöhnung mit Hypnose (Klett-Cotta, 2012) bis zum Seminar gelesen und sich damit das theoretische Basiswissen angeeignet haben. (Infos zum Buch finden Sie auf der Unterseite /Literatur/.) Auch praktische Erfahrungen mit Hypnose in ihrer bisherigen Arbeit oder beruflichen Fortbildung sind für die Teilnahme erforderlich.
Weitere Informationen finden Sie auf der Unters
eite /SMOKEX-AG/.

Bei Fragen und für die Anmeldung zum Seminar wenden Sie sich bitte direkt an gerlwilh@aol.com
 

Die Hypnotherapeutische Raucherentwöhnung ( SMOKEX®-Methode)

kann als Einzelbehandlung oder in einer Gruppe durchgeführt werden und umfasst in der Regel 4 Sitzungen (Einzelentwöhnung) oder 6-8 Gruppentreffen. Im Seminar wird das grundlegende Behandlungsmodell erläutert, demonstriert und eingeübt.

Die Hypnotherapie nach Milton Erickson bietet den theoretischen Ansatz und wirkungsvolle Techniken, um in einer persönlich stimmigen Weise das Rauchen zu beenden und dann frei zu bleiben. Bei der hypnotherapeutischen Raucherentwöhnung werden strukturelle Gemeinsamkeiten des Rauchzwanges und der Hypnose genutzt (z. B. die “Bewusst-Unbewusst-Dissoziation”). Die SMOKEX®-Methode verwendet explizit Hypnose und fokussiert die zentrale Identität der Person (“Was will ich und wer bin ich eigentlich?”). Auch das aktuell verfügbare Wissen zur Biochemie der Sucht und die Rolle der Nährstoffe und Neurotransmitter wird systematisch für das Aufhören genutzt. Raucher lernen somit, ihrer Nikotin-Abhängigkeit die biochemische Basis zu entziehen. Dies wirkt Entzugserscheinungen entgegen, erleichtert die Entwöhnung und stabilisiert die Abstinenz. Die Chance, von der Zigarette nachhaltig frei zu werden, erhöht sich dadurch signifikant.

Wissenschaftliche Studien stimmen darin überein, dass eine fundierte Entwöhnung vier bis fünf Sitzungen benötigt, um beim Aufhörwilligen die Kompetenz zu generieren, die für ein stabiles Freibleiben erforderlich ist. Dieses Lernen wird vom Noch-Raucher durch mentale Übungen, Selbsthypnose und gezielte Beobachtungen auch zwischen den Sitzungen weiter vertieft. Zuhause und in seinen typischen Rauchsituationen erkundet und entwickelt er die Ressourcen, die für sein Freibleiben nötig sind. Auch interessante Informationspapiere, die wichtige indirekte Suggestionen transportieren, halten sein Denken zielgerichtet.

In einem hypnotischen Ritual wird die Zigarette dann zum rechten Zeitpunkt verabschiedet: am Tag X, bis zu dem noch geraucht werden muss (therapeutisches Paradox). Dieses Datum wird meist in Trance gefunden (als ein ideokognitives Phänomen) oder mittels ideomotorischer und ideosensorischer Signale validiert - also vom Unbewussten bestätigt, was seine suggestive Kraft weiter steigert.

Seminarleitung:  Wilhelm Gerl und Co-Ausbilder
W. Gerl ist Diplom-Psychologe und approbierter Psychotherapeut, Supervisor BDP und BAP; Ausbilder M.E.G.und GwG, akkreditierter Ausbilder bei der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) und der PTK (Landeskammer der psychologischen Psychotherapeuten). Er war Supervisor an einer staatlichen Drogenklinik und Lehrbeauftragter an der LMU (siehe auch wwww.wilhelm-gerl.de).