SMOKEX® - Ausbildungsseminare für Fachpersonal
 

Basis-Seminar         19.-20. Mai 2017  München  (Teilnehmerliste geschlossen)

Aufbau-Seminar     17.-18. Nov. 2017 München  (Teilnehmerliste geschlossen)

Neue Seminartermine erscheinen Anfang 2018 auf dieser Seite.

Seminarzeiten jeweils Freitag 14-21 Uhr, Samstag 10-17 Uhr
Seminargebühr jeweils  € 320,00

Das Basis-Seminar ist von der Landeskammer der psychologischen Psychotherapeuten (PTK) zertifiziert (22 FoBi-Punkte) und wird auch von den Landeskammern der anderen Bundesländer sowie der BLÄK und der M.E.G. als Weiter- bzw. Fortbildungsveranstaltung anerkannt.

Seminaranmeldung an gerlwilh@aol.com

Voraussetzungen für die Teilnahme siehe Seite “SMOKEX-AG”
sowie Seminarbeschreibung:


Hypnotherapeutische Raucherentwöhnung ( SMOKEX®-Methode)

Die Hypnotherapie nach Milton Erickson bietet den theoretischen Ansatz und wirkungsvolle Techniken, um in einer persönlich stimmigen Weise das Rauchen zu beenden und dann auch frei zu bleiben. Bei hypnotherapeutischen Raucherentwöhnungen werden strukturelle Gemeinsamkeiten des Rauchzwanges und der Hypnose genutzt (z. B. die “Bewusst- Unbewusst-Dissoziation”). Die SMOKEX®-Methode verwendet explizit Hypnose und fokussiert die zentrale Identität der Person (“Was will und wer bin ich eigentlich?”). Auch das aktuell verfügbare Wissen zur Biochemie der Sucht und die Rolle der Nährstoffe und Neurotransmitter wird systematisch für das Aufhören genutzt. Raucher lernen somit, ihrer Nikotin-Abhängigkeit die biochemische Basis zu entziehen. Dies wirkt Entzugserscheinungen entgegen, erleichtert die Entwöhnung und stabilisiert die Abstinenz. Die Chance, von der Zigarette nachhaltig frei zu werden, erhöht sich dadurch signifikant.

Wissenschaftliche Studien stimmen darin überein, dass eine fundierte Entwöhnung vier bis fünf Sitzungen benötigt, um beim Aufhörwilligen die Kompetenz zu generieren, die für ein stabiles Freibleiben erforderlich ist. Dieses Lernen wird vom Noch-Raucher durch mentale Übungen, Selbsthypnose und gezielte Beobachtungen auch zwischen den Sitzungen weiter vertieft. Zuhause und in seinen typischen Rauchsituationen erkundet und entwickelt er die natürlichen Ressourcen, die für das Freiwerden und das Freibleiben nötig sind. Interessante Informationspapiere, die wichtige indirekte Suggestionen transportieren, halten sein Denken zielgerichtet.

In einem hypnotischen Ritual wird die Zigarette dann zum rechten Zeitpunkt verabschiedet: am Tag X, bis zu dem noch geraucht werden muss (therapeutisches Paradox). Dieses Datum wird meist in Trance gefunden (ideokognitives Phänomen) oder mittels ideomotorischer und ideosensorischer Signale validiert - also vom Unbewusstwn bestätigt, was seine suggestive Kraft weiter steigert.

Die Hypnotherapeutische Raucherentwöhnung kann als Einzelbehandlung oder in einer Gruppe durchgeführt werden und umfasst in der Regel 4 Sitzungen (Einzelentwöhnung) bzw. 6-8 Gruppentreffen.

Im ersten Ausbildungsseminar wird das grundlegende Behandlungsmodell für die Arbeit mit einzelnen Personen erläutert, demonstriert und eingeübt. Um ein praxisorientiertes Seminar gewährleisten zu können, setzen wir voraus, dass jeder Teilnehmer das Buch
Riegel, B. & Gerl, W. Nachhaltige Raucherentwöhnung mit Hypnose (Klett-Cotta, 2012) bis zum Seminar gelesen und sich damit das theoretische Basiswissen angeeignet hat. (Infos zum Buch finden Sie auf der Unterseite /Literatur/.) Auch praktische Erfahrungen mit Hypnose in der bisherigen Arbeit oder beruflichen Fortbildung sind für die Teilnahme erforderlich.

Im zweiten Seminar (Aufbauseminar) liegt  der Schwerpunkt dann auf der Entwöhnung in Gruppen. Dabei werden drei Anwendungsmodelle für unterschiedliche Zielgruppen vorgestellt, sowie die flexible Kombination von Einzel- und Gruppenarbeit.  Dieses Seminar setzt die Teilnahme am Basis-Seminar voraus.

Seminarleitung:  Wilhelm Gerl und Co-Ausbilder
W. Gerl ist Diplom-Psychologe und approbierter Psychotherapeut, Supervisor BDP und BAP; Ausbilder M.E.G.und GwG, Lehrtrainer DVNLP, akkreditierter Ausbilder bei der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) und der PTK (Landeskammer der psychol. Psychotherapeuten). Er war Supervisor an einer staatlichen Drogenklinik und Lehrbeauftragter an der LMU (siehe auch: wwww.wilhelm-gerl.de).